Nein zu Daunen!
NEIN ZU DAUNENJACKEN, KISSEN UND BETTEN!!!
Der Winter steht wieder bevor, es ist kalt und wir versuchen uns mit allem möglichen an Kleidungsstücken zu wärmen. Gerade die Menschen die viel draußen sind, so auch wir Pferdefreunde und Reiter.
Es wird viel Werbung gemacht was wir uns doch am besten kaufen sollen um nicht zu frieren. Ganz unbekümmert bestellen wir in namhaften Pferdesporthäusern Daunenjacken. Die sollen uns mollig warmhalten.
Haben wir uns schon mal Gedanken darüber gemacht wie diese Daunen den gewonnen werden und wo sie überhaupt herkommen? Sie kommen von Tieren – Enten und Gänsen. Die Tiere müssen Höllenqualen erleiden, nur damit wir Menschen nicht frieren müssen!
HIER EINIGE BERICHTE VON TIERSCHUTZORGANISATIONEN:
Die niedersächsische Firma Schwerk (Wistedt, Königsmoor), reißt ihren lebenden Gänsen brutal die Federn aus. Diese Tierquälerei geschieht mit Rupfmaschinen, die eigentlich für tote Tiere gedacht sind. Selbst Experten sind entsetzt über den Einsatz von Lebendrupf in Deutschland.
In dem Dörfchen Königsmoor, 40 km von Hamburg entfernt, befindet sich eine der größten Gänsezuchtanlagen Deutschlands. Ein VIER PFOTEN-Team deckte dort jetzt einen der schlimmsten Fälle von strafbarer Tierquälerei in Deutschland auf: Hunderte von Gänsen werden wie am Fließband im Minutentakt brutal an eine Rupfmaschine gepresst.
Rotierende Metallscheiben reißen die Daunen aus der Haut der schreienden Tiere und verursachen klaffende Wunden. Fliehende Gänse werden mit Fußtritten zurück getrieben, während ihre gerupften Artgenossen achtlos auf die Weide geworfen werden. Stark blutend und mit gebrochenen Gliedmaßen bleiben sie hilflos in der prallen Sonne liegen. Eine besonders schlimm malträtierte Gans wird von VIER PFOTEN zum Tierarzt gebracht. Die Verletzungen sind so schwer, dass sie eingeschläfert werden muss.
Kein Einzelfall: Nach Informationen von VIER PFOTEN lässt die Firma Schwerk seit Jahren systematisch zehntausende Gänse rupfen. Die Tonnen wertvoller Daunen gehen an eine große deutsche Daunenfabrik, die nun den Einkauf der illegalen Ware abstreitet.
VIER PFOTEN hat Anzeige gegen die Verantwortlichen wegen Verstoßes gegen das deutsche Tierschutzgesetz erstattet und fordert ein Tierhalteverbot für den Gänsezüchter. Auch gegen den verantwortlichen Amtsveterinär, der die Tierquälerei über Jahre hinweg übersehen hatte, wird ermittelt.
Völlig ahnungslos präsentiert sich ebenfalls der deutsche Lobbyverband der Daunenindustrie, der erst letztes Jahr versicherte, dass deutsche Gänsefarmen mit solch einer Tierquälerei nichts zu tun hätten und gleichzeitig behauptete, der Tierschutz würde Falschaussagen treffen.
VIER PFOTEN fordert strenge Kontrollen in Bezug auf Lebendrupf von sämtlichen Gänsehaltungsbetrieben, sowie ein entschlossenes Vorgehen der Behörden gegen die Firma Schwerk. Weitere Infos unter: http://www.vier-pfoten.de
Lebendrupf:
Anders verhält es sich beim Lebendrupf (oder Pusztarupf in Ungarn). Die Gänse werden dabei von Februar bis etwa Oktober oder November bis zu vier Mal gerupft, da die Daunen immer wieder nachwachsen. Zeitgleich werden sie auch gemästet, um die Gans doppelt nutzen zu können.
Beim Rupfvorgang fangen die Arbeiter die Gänse, die in Bodenhaltung gehalten werden, biegen die Flügel und den Hals nach hinten und beginnen, die Tiere am Rumpf zu rupfen. Dabei gehen sie recht brutal vor, denn Zeit ist Geld und die Arbeiter werden pro Stück bezahlt. Da bleibt für das Wohl der Tiere keine Zeit. Gebrochene Beine, Flügel und offene Fleischwunden (den Tieren werden zu viele Federn auf einmal brutal ausgerissen und Haut- bzw. Fleischteile gehen mit) sind nicht selten. Stundenlang sind die Gänse noch geschockt von dieser Prozedur, fressen nichts, begeben sich in eine Ecke des Stalls und bewegen sich nicht mehr. Manche bekommen sogar Fieber. Das ist das traurige Leben der “Lieferanten” für den weichen Polster.
Art der Herstellung nicht erkennbar
Leider gibt es jedoch kein Gütesiegel für Daunen aus Totrupf oder eine Kennzeichnungspflicht für Daunen aus Lebendrupf. Weiter kommt hinzu, dass ja viele Federn als Totrupf angepriesen werden, das Tier jedoch auch schon zu Lebzeiten diese Grausamkeit drei bis vier Mal über sich ergehen lassen musste.
Man kann also bei Daunen überhaupt nicht sagen, wie sie gewonnen wurden. Daunenrupfen bei lebenden Tieren ist und bleibt grausame Tierquälerei. Manche Produkte werden gekennzeichnet mit “Schlachtrupf”: dies bedeutet jedoch nicht, dass die Gans nicht schon ihr ganzes Leben gerupft worden ist.
Für tierschutzbewusste Konsumentinnen ist es besser, ganz auf Daunenprodukte zu verzichten. Es gibt mittlerweile zahlreiche Alternativen.
Quelle: VIER PFOTEN
Verdeckte Aufnahmen auf einer Gänsefarm in der Gegend von Kiskunmajsa in Ungarn belegen, Bauern halten dort Herden mit tausenden von Gänsen für die Fleischproduktion. Bis zu vier Mal während des Sommers verdienen viele Betriebe zusätzlich Geld – mit dem Lebendrupf von Daunen. Und zwar auch dann, wenn die Gänse gar nicht in der Mauser sind. Ihre Federn werden einfach ausgerissen.
Leid und Schmerzen
Das hat Markus Müller von der Tierschutzorganisation Vier Pfoten beobachtet. Er hat sich im letzten August verdeckt einer Rupfertruppe angeschlossen und sie beim Akkordrupfen gefilmt. Was er dort gesehen habe, sei der Alltag bei der ungarischen Gänseproduktion. «Da kommt eine Truppe von 20 Leuten mit dem Autobus, die quer durch die Puszta fahren und nichts anderes machen, als mit Gewalt die Federn und Daunen auszureißen», sagt Müller.
Diese Art von Lebendrupf ist faktisch überall in Europa verboten. Mit gutem Grund: «Lebendrupf ist Tierquälerei, weil die Tiere ohne Rücksicht auf den Reifungszustand der Federn oder Daunen zum Rupf hergenommen werden und so in großem Umfang Verletzungen, Blutungen und damit Leid und Schmerzen entstehen», sagt Tierarzt Karl Fikuart.
Verletzte Tiere verarzten die Rupfer selbst, sagt die Chefin der Rupfertruppe: «Wenn die Beine ausgerenkt werden, renke ich sie regelmässig wieder ein. Wenn die Flügel zufällig brechen, binde ich sie hoch. Wir können also jede Behandlung selber durchführen.» Die klaffenden Wunden werden an Ort und Stelle mit einfachem Nadel und Faden ohne Betäubung zugenäht!!!
Liebe Pferdefreunde und Tierfreunde, bitte lasst Euch nicht täuschen, wenn eine Firma damit wirbt: AUS TIERFREUNDLICHER GEWINNUNG! -die gibt es nämlich nicht -
Stattdessen verzichtet ganz auf Daunenjacken. Ich habe noch nie eine besessen und bin im Winter auch noch nie erfroren!
Carola Götz im August 2009


13.09.2009 von shahi