News abonnieren

09.11.2009 von shahi

Zootiere Wilhelma Stuttgart

email an die Wilhelma in Stuttgart

Sehr geehrtes Wilhelma Team,

Ich war diese Woche mal wieder zu Besuch in der Wilhelma.

Leider haben mich manche Tiere nicht begeistert, denn sie taten mir einfach nur leid. Es gibt sehr viele Tiere in der Wilhelma deren Dasein sich nur darauf beschränkt angeschaut zu werden und die in keinem Fall auch nur annähernd artgerecht gehalten werden. Dazu zählen vor allem die Elefanten. Ihr Gehege ist absolut zu klein und bietet Null Abwechslung für die Tiere, die schon Verhaltensstörungen zeigen. Desweiteren die Raubtiere. Es ist traurig anzusehn wie sie in ihren Gehegen, fast wie in Käfigen dahinvegetieren. Sie laufen auf und ab und die einzige Abwechslung die sie haben ist wohl die Fütterung.

Die Tiere können in keiner Weiße ihrem natürlichen Bewegungsdrang nachkommen. Das “Gehege” der Geparden ist fast schon lächerlich, wenn man bedenkt, dass diese Tiere in freier Wildbahn 100km/h schnell rennen können und in der Wilhelma gerade mal ein paar Quadratmeter Platz haben.

Sie sind wie Ausstellungsstücke und machen einen sehr unglücklichen Eindruck.

In den ganzen Jahren hat sich diese Haltung kein Stück verbessert. Die Eisbären sind auch extrem beengt gehalten und außerdem empfinde ich, dass unser Klima für diese Tiere eine Qual ist.

Es gibt Tiere in der Wilhelma die vergleichsweise sehr viel Platz haben, wie z.B. die Alpakas. Es sind so viele freie Flächen in ihrem Park,
wieso kann man nicht diesen stolzen und bewegungsfreudigen Tieren mehr Raum schaffen und naturnahe Gehege bauen, die ein bisschen der natürlichen Umgebung der Tiere angepasst sind?

warum müssen so viele Tierarten Platz finden, wenn man sie nicht artgerecht unterbringen kann. Es wäre doch viel sinnvoller sich dann auf weniger Tiere zu spezialisieren.

Warum müssen in der Wilhelma Eisbären gehalten werden, wenn es in Schweden so einen genialen Bärenpark gibt?

Es kann ja nicht nur um Besucherzahlen gehen, sondern auch um Tier,-und Artenschutz. Und dazu gehört, dass die Tiere auch ein glückliches, artgerechtes Leben führen können. Und glückliche Tiere sehen anders aus…

Wenigstens ist nun für die Menschenaffen Licht am Ende des  Tunnels zu sehen, denn diese Glaskästen vermitteln mehr Platzangst, als Freude daran solche wunderbaren Tiere bestaunen zu könnnen….

Alles in allem war der Besuch für mich beklemmend und ich habe mich nicht gut gefühlt die vielen unglücklichen Tiere zu “begaffen”!

Herzliche Grüße
Carola Götz Oktober 2009
www.shahi.de

Eine Stellungnahme der Wilhelma habe ich bis heute nicht erhalten.

Hinterlasse ein Kommentar